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Wie sicher ist Hannover?

Bisher galt Hannover als eine der gefährlichsten Städte Deutschlands. Doch wie sah es im Jahr 2011 im Vergleich zu den Vorjahren aus?

Die Polizeidirektion veröffentlichte Anfang März neue Zahlen zur Kriminalstatistik in Hannover. Dabei konnten erfreuliche Nachrichten verkündet werden. Es scheint so, als ob die Arbeit des neuen  Polizeipräsidenten Brockmann, der seit November 2011 sein Amt angetreten hatte, erste Erfolge zeigt. Auf den ersten Blick sollte man der Statistik Recht geben, es wurden 2011 insgesamt 106489 Straftaten begangen, das sind ca. 6 weniger als im Vorjahr. Diese Zahlen sind jedenfalls eine enorme Verbesserung und sollten das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung erhöhen.

Doch was ist wirklich der Grund für solch eine Verbesserung?


Schaut man sich die Statistik genauer an und schlüsselt sie nach verschiedenen Delikten auf, braucht man nicht lang um zu erkennen, dass zum größten Teil die Zahl von Ladendiebstählen und Schwarzfahrern signifikant gesunken ist. Rechnet man Beide Delikte heraus, dann sanken die Gesamtstraftaten nur noch um 0,57%. Die niedrige Schwarzfahrerzahl ist darauf zurück zu führen, dass die Üstra (Hannoversche Verkehrsbetriebe AG) im Laufe des Vorjahres Ihre Software umgestellt haben und so Datenverluste von Schwarzfahrern und Betrügern in Kauf nehmen mussten. Somit konnten diese nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden.

Die sinkende Zahl von Ladendiebstählen ist hauptsächlich der guten Arbeit der Ladendedektive und Securityfirmen zu verdanken. Denn immer mehr Einzelhändler setzen auf solche Maßnahmen um Diebe, wie man in der Statistik sieht, erfolgreich abzuschrecken.

Straftäter mit Handschelle

Ist Hannover sicherer geworden?

Aber:

Dennoch leistete die Polizei im vergangenen Jahr gute Arbeit. Raubüberfälle sanken im Vergleich zu 2010 um 9% auf etwa 897 Taten. Die Zahl der Wohnungseinbrüche fiel ebenfalls um 435 auf 1976 Taten. Grund für den Rückgang war die gute Präventionsarbeit der Polizei, die in verschiedenen Stadtteilen Hannovers Infoveranstaltungen anbot und den Bürgern Beratungen rund um den Einbruchsschutz anboten.

Leider:

Verbrechen wie Gewalt- und Drogendelikte blieben auf Vorjahresniveau. Erschreckend ist die Zahl der Kindesmissbrauchsfälle. Hier stieg die Zahl der Taten um 40 auf insgesamt 183 Taten.

Ausblick

Brockmann kündigte für 2012 eine Kriminalstatistik an, die nach Stadtteilen aufgeteilt werden soll. Damit hält er an den Vorhaben seines Vorgängers Uwe Binias fest. Mit solch einer Statistik wird es möglich sein, die ca. 3000 Polizeibeamten In Hannover gezielt in den Brennpunkten einzusetzen und somit die Statistik in den nächsten Jahren weiter zu senken.

 

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