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Einbruchschutz mit Smart Home Technologie

Gerade im Winter, wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden, haben Einbrecher und Diebe gleich wieder Hochsaison. Zum einen weil die düstere Jahreszeit und die damit einhergehenden schlechten Wetterverhältnisse Einbrechern ausreichend Sichtschutz bieten, um ihre Raubzüge durchzuführen. Zum anderen aber auch bedingt durch die Tatsache, dass viele Familien über die Feiertage ihre Freunde und ihre Verwandtschaft besuchen und dabei die eigenen Häuser schutzlos zurücklassen. Allein im Jahr 2015 ist die Zahl der Einbrüche im Vergleich zum Vorjahr wieder um rund 10 Prozent angestiegen. Dabei entstanden bundesweit Schäden in Höhe von über 440 Millionen Euro.

Doch die Statistiken haben nicht nur Negatives zu berichten. So verzeichneten die polizeilichen Behörden im Jahr 2015 mehr als 71.000 Fälle von erfolglosen Einbruchsversuchen. Im Klartext bedeutet das, dass über 40 Prozent der Diebe bei ihrem Vorhaben gescheitert sind. Dank moderner Technik und neuen Systemen, wie beispielsweise die Smart Home Technolgie, wird auch die Aufklärungsrate von Einbruchsdelikten erhöht und immer mehr Einbrüche können schon im Vorfeld verhindert werden.

Einbruchschutz mit Smart Home

Smart Home Einbruchschutz: Was kann die Technik wirklich?

Der Begriff „Smart Home“ bedeutet zu Deutsch in etwa „schlaues Zuhause“ und steht im Allgemeinen für intelligente Haustechnik, die teilweise automatisiert, teilweise aber auch per Fernsteuerung über das Smartphone oder ein Benutzerinterface im Browser konfiguriert werden kann. Dabei werden elektronische Sicherheitssysteme und Installationen wie beispielsweise Alarmanlagen, Bewegungsmelder sowie Tür- und Fensterkontakte miteinander vernetzt und kommunizieren sowohl untereinander, als auch per Smartphone mit ihrem Besitzer.

Im Falle eines Einbruchversuchs kann das Smart Home entsprechend vordefinierter Aktionen reagieren, beispielsweise indem beim Auslösen eines Bewegungsmelders die Beleuchtung angeschaltet wird, um die Anwesenheit der Hausbesitzer zu suggerieren und Einbrecher abzuschrecken. Oder aber indem das System darauf programmiert wird bei Auffälligkeiten automatisch eine Benachrichtigung an das Smartphone des Verbrauchers zu versenden. Kurzum: Die Möglichkeiten der Smart Home Technologie sind vielfältig und variieren in puncto Sicherheitsniveau und Bedienkomfort je nach Hersteller und angebotenem Sicherheitspaket.

Was die meisten Systeme jedoch gemeinsam haben ist eine ausgeklügelte Überwachungssoftware, die es dem Verbraucher ermöglicht sein Zuhause rund um die Uhr im Blick zu behalten und einzelne Komponenten des Systems auch über Distanz hinweg zu steuern. Die meisten Hersteller bieten hierfür eine entsprechende App für das Smartphone oder das Tablett an. Diese liefert kontinuierlich wichtige Informationen, wie zum Beispiel ob die Fenster gerade geöffnet oder geschlossen sind, die Beleuchtung an- oder ausgeschaltet ist, die Feuermelder ihren Dienst tun oder die Bewegungssensoren im Haus Aktivitäten registriert haben. Über einige Systeme lassen sich sogar Live-Streams der Sicherheitskameras in der dazugehörigen App abrufen.

Datenanalyse Smart Home

Smart Home Sicherheistsysteme: Kosten und Risiken

Smart Home Sicherheitssysteme werden häufig als All-in-One-Lösungen angeboten. Für Verbraucher sind solche Komplettsysteme natürlich besonders praktisch und benutzerfreundlich, vor allem wenn es sich um vordefinierte Pakete handelt, die bei Bedarf um zusätzliche Komponenten erweitert werden können. Je nach Hersteller und Paket können die Investitionskosten zu Anfang zwar relativ hoch ausfallen, dafür spart man langfristig jedoch Geld und Nerven, die vermutlich für das Nachbessern und Aufrüsten eines regulären Sicherheitssystems anfallen würden.

Smart Home Basispakete sind in der Regel bereits ab 200 Euro erhältlich, vorausgesetzt die Installation wird vom Verbraucher in eigener Verantwortung übernommen. Doch genau an dieser Stelle können bereits die ersten Schwierigkeiten auftreten: Wird das System nicht korrekt installiert und konfiguriert, liefert das Smart Home System gegebenenfalls falsche Daten, verhält sich nicht wie gewünscht oder reagiert wenn es darauf ankommt einfach gar nicht auf potentielle Bedrohungen. Wesentlich zuverlässiger, dafür aber auch wesentlich kostenintensiver, sind Profisysteme die vom Fachmann eingebaut und konfiguriert werden.

Hinzu kommt, dass Smart Home Sicherheitssysteme bei Versicherungen meist auf wenig Euphorie stoßen. Im Gegensatz zu den klassischen Sicherheitssystemen gewähren viele Versicherungen bei Smart Home Technik nämlich keine Zuschüsse für die Anschaffungs- und Installationskosten. Und wer als Mieter glaubt, dass man mit Smart Home Technik lästige Diskussionen mit dem Vermieter umgehen kann, liegt leider auch falsch: Auch bei der Aufrüstung per App hat der Vermieter ein Wörtchen mitzureden und sollte zuvor zumindest informiert werden.

Abseits dessen hat die Smart Home Technologie bislang einen großen Schwachpunkt, den es zu bedenken gilt und der ironischerweise eng mit der doch eigentlich größten Stärke des Konzepts verbunden ist: Die Vernetzung mit dem Internet. Zwar bemühen sich die Hersteller bei der Entwicklung ihrer Software um größtmögliche Sicherheitsstandards und stellen regelmäßig Updates zur Verfügung, das Internet als Schnittstelle zwischen Geräten und Benutzer bietet jedoch trotzdem immer einen möglichen Angriffspunkt für Hacker und Schadsoftware. Dieses Risiko ist übrigens einer der Hauptgründe, warum Versicherungen sich eher gegen Smart Home Technologien aussprechen.

Fazit: Ist Smart Home Einbruchschutz die Zukunft?

Die Idee die hinter der Smart Home Technologie steckt ist auf jeden Fall gut gedacht und sinnvoll. Die Umsetzung ist bisher aber noch nicht immer optimal und vor allem nicht ganz ohne Risiken. So demonstrierten allein im letzten Jahr unzählige Hacker, wie leicht es sein kann in fremde Smart Home Systeme einzudringen und diese zu manipulieren. So lange die Kommunikation der Geräte über das Medium Internet läuft, lässt sich leider nur schwer sagen, wie sicher die jeweiligen Verbindungen wirklich sind. Entsprechend zuverlässige Systeme gibt zwar bereits, diese sind für den durchschnittlichen Verbraucher aber meist zu teuer. Wenn es um den Einbruchschutz geht sollte das Smart Home daher altbewährte Systeme wie hochwertige Türschlösser, Fensterverriegelungen und Rolladensicherungen nicht ersetzen, sondern vielmehr als Ergänzung eines soliden Sicherheitssystems ein Erwägung gezogen werden.

Bei Fragen können Sie gern den Schlüsseldienst HWI-Sicherheit kontaktieren

  • EinbruchschutzFan 30. Mai 2017, 15:28

    Ich finde den technischen Fortschritt beim Einbruchschutz sinnvoll. Zumal Einbrecher ja auch nachrüsten ist das ein wichtiger Schritt für Hausbesitzer.

  • Micha 1. Juni 2017, 21:20

    Hallo,
    was halten Sie von Fenstergriffen mit Smart Home Funktion? Hoppe hat zb den SecuSignal der dem SMart Home Signale beim Öffnen etc schicken kann. Ist sowas als Schutz zu empfehlen? Kann man sowas bei einem Einbruch als Beweismittel heranziehen?

    LG
    Micha

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